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ARD-Moderator Ingo Zamperoni zu Gast bei Radio Klinikfunk
Dort, wo für ihn alles begann

18. Dez 2011

Ingo Zamperoni im Radio Klinikfunk Studio
Foto: Archiv

Der aus Wiesbaden stammende „Nachtmagazin“-Moderator und Royalty-Reporter hat „seinem“ Klinikfunk, der in wenigen Tagen 30 Jahre alt wird, einen Geburtstagsbesuch abgestattet.

Der 37-jährige Nachrichtenmann absolvierte die ersten Schritte seiner Medienkarriere in den 90er-Jahren während seines Zivildienstes beim ehrenamtlichen HSK-Patientensender.

Vor zwei Wochen stand er noch vor der Londoner Westminster Abbey, um für das ARD-Fernsehen das Ja-Wort von Prinz William und Kate Middleton zu kommentieren; vor einer Woche nun kehrte er besuchsweise in seine Wiesbadener Heimat – und damit auch zu seinen journalistischen Wurzeln – zurück: Die Rede ist von Ingo Zamperoni, dem Moderator des ARD-„Nachtmagazins“. Der 1974 in Wiesbaden geborene Sohn eines italienischen Vaters und einer Mutter aus Bingen unternahm in den 90er-Jahren die ersten Schritte seiner Medienkarriere bei Radio Klinikfunk Wiesbaden, dem ehrenamtlichen Krankenhausradio in der städtischen Dr.-Horst-Schmidt-Klinik (HSK). Anlässlich des 30. Geburtstags des Klinikfunk-Trägervereins, dessen Gründung vom 16. Mai 1981 datiert, stattete Ingo Zamperoni vor ein paar Tagen seiner alten Wirkungsstätte in der HSK einen Besuch ab.

Bei Radio Klinikfunk absolvierte der heutige TV-Journalist in den Jahren 1993 und 1994 seinen Zivildienst – eine Zeit, von der der 37-Jährige auch heute noch gerne erzählt: „Immer wenn ich gefragt werde, wie ich zum Journalismus gekommen bin, erwähne ich Radio Klinikfunk – und ernte dann meist staunende Blicke. Radiomachen für Patienten: Manch einer hätte seinen Wehrersatzdienst sicherlich gerne auf diese Weise abgeleistet.“ Die Zivildienstzeit beim HSK-Patientensender bedeutete für Ingo Zamperoni die Bestätigung seines Berufswunschs: „Hier habe ich endgültig für den Journalismus ‚Blut geleckt’!“

Nach dem Studium der Amerikanistik wurden Ingo Zamperoni zwei Volontariatsstellen angeboten: eine beim ZDF, die andere beim Norddeutschen Rundfunk. Der Wiesbadener entschied sich für den NDR und damit für den Ortswechsel nach Hamburg, „weil es beim NDR eine bimediale Ausbildung für Hörfunk und Fernsehen gab.“ Im Jahr 2002 legte sich Zamperoni auf das visuelle Medium fest und produzierte fortan Beiträge für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“. Im März 2007 übernahm er schließlich die Moderation des ARD-„Nachtmagazins“, das er meist im wöchentlichen Wechsel mit Gabi Bauer präsentiert. In der mitternächtlichen Nachrichtensendung, die im Schnitt von gut einer Million TV-Zuschauern gesehen wird, werden jeden Abend in 20 Minuten die wichtigsten Meldungen des Tages noch einmal zusammengefasst.

In seiner Wiesbadener Heimat hält sich der mit einer US-Amerikanerin verheiratete Vater von Zwillingen immer wieder gerne auf; auch Vereinsmitglied bei Radio Klinikfunk ist Ingo Zamperoni nach wie vor. Nach 17 Jahren erstmals wieder im Klinikfunk-Studio auf dem Dach der HSK sitzend, kam der Medienprofi während des Interviews aus dem Staunen kaum noch heraus: „Früher habe ich die Musikwünsche der Patienten noch von Schallplatte erfüllt und die News-Beiträge auf einer großen Bandmaschine geschnitten“, erinnerte er sich schmunzelnd, um dann anerkennend und auch mit etwas Stolz zu ergänzen: „Die moderne, hochprofessionelle Radiotechnik, die heute im Klinikfunk steht, beeindruckt mich sehr!“ Und als dann mit „Ein Tag am Meer“ von den „Fantastischen Vier“ auch noch ein Lied aus seiner Zivildienstzeit gespielt wurde, war für den ARD-Mann die Zeitreise zurück zu seiner alten Wiesbadener Wirkungsstätte – eine Reminiszenz an seine ersten journalistischen Gehversuche – vollends perfekt.

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